17.04.2019

von B° RB

Johannespassion

Faszinierendes und bewegendes Erlebnis am Karfreitag: Johann Sebastian Bachs Johannespassion BWV 245 erklingt in der Asamkirche Maria de Victoria Ingolstadt

MünsterVocalisten

In der Karwoche wird in den Kirchen an das Leiden und Sterben Jesu Christi gedacht. Seit der Barockzeit waren Vertonungen der Passion beliebt. 
Die Johannespassion von Johann Sebastian Bach gehört neben seiner Matthäuspassion zu den Spitzenwerken der Musikliteratur und ist eines der faszinierendsten und bewegendsten Werke des Leipziger Thomaskantors überhaupt. Das Werk erklang erstmals am Karfreitag, 7. April 1724 in der Leipziger Nicolaikirche. Bach revidierte die Johannespassion mehrmals, die letzte Aufführung zu Bachs Lebzeiten datiert aus dem Jahr 1749 – ein Jahr vor Bachs Tod. 

Der Evangelist Johannes stellt die göttliche Natur Jesu Christi besonders in den Vordergrund. In der Passion erscheint Jesus daher bei aller Dramatik des Geschehens eher als König und Erlöser, weniger als ein leidender Mensch. Bachs eigenwillige Schilderung und die Deutung der Passion Jesu nach dem Bibelwort sind von einer Dramatik, Modernität und Aktualität, die jeden Zuhörer in ihren Bann ziehen und das Unrecht in Geschichte und Gegenwart widerzuspiegeln scheinen: „Wir dürfen niemand, niemand töten, niemand töten“ … „Wir haben ein Gesetz“ … Das Werk ist eine „Klangrede in Wort und Ton“. Bach illustriert und interpretiert den Bibeltext auf eine sinnliche, musikalisch unmittelbar eingängige und dennoch tiefsinnige Weise.

Am Karfreitag, 19. April 2019, kommt die Johannespassion in Ingolstadt in der Kirche Maria de Victoria unter der Leitung von Franz Hauk zur Aufführung. Beginn ist um 19 Uhr. Raum und Musik verschmelzen im von den Gebrüder Asam gestalteten Festsaal auf wunderbare Weise: Wurde doch Ingolstadts Juwel nur wenige Jahre nach Bachs genialer Komposition vollendet.

Die ausgewählten Gesangssolisten sind jung und stehen am Beginn einer verheißungsvollen Karriere: Anna Feith (Sopran), Freya Apffelstaedt (Alt), Thomas Kiechle (Tenor), Niklas Mallmann (Bass) und Daniel Weiler (Bass).

Es singen die MünsterVocalisten, die erstmalig in Eigenregie als Verein dieses Konzert auf die Beine stellen. Es musiziert das Ensemble CONCERTO DE BASSUS, Konzertmeisterin ist Theona Gubba-Chkheidze. Die Musiker spielen auf authentischen Instrumenten spielen, ähnlich denjenigen, die zu Zeiten Johann Sebastian Bachs verwendet wurden. Verpflichtet sind die Interpreten der historischen Aufführungspraxis, Grundlage für eine emotionsgeladene, dramatische Deutung. 

Karten gibt es mit fester Platzreservierung inklusive Vorverkaufsgebühren online unter www.muenstervocalisten.de, allen Donaukurier Geschäftsstellen, der Tourist Information am Hauptbahnhof Ingolstadt, beim Ticket-Service im Westpark und allen Ticket-Regional-Vorverkaufsstellen zum Preis von 28,50 €, 25,20 €, 23 €.

Die Solisten:

Anna Feith

Neben ihrer solistischen Tätigkeit wirkt sie in professionellen Ensembles wie dem „Vocalconsort Berlin“ mit, sie gastierte  wiederholt in der Berliner Philharmonie.
Ihre klangliche Flexibilität und stimmliche Anpassungsfähigkeit beim gemeinsamen Musizieren bewies sie zudem bei mehreren CD-Aufnahmen für das Label NAXOS mit Werken von Gaetano Donizetti und Johann Simon Mayr, wo sie solistisch und im Ensemble mitwirkte. Anna Feith war bereits ab 2007 Jungstudentin bei Frau Prof. Monika Bürgener an der Hochschule für Musik Würzburg, wo sie 2009 ihr Gesangsstudium begann. Nach dem Diplom Musiktheater erweiterte sie 2014 ihr Studium mit dem Master Konzertgesang, den sie im 2016 abschloss. 

Freya Apffelstaedt


Die in Südafrika geborene Altistin studiert nach dem Abitur Gesang an der Hochschule für Musik und Theater München in der Klasse von Prof. Lars Woldt, Musikalische Inspiration erhielt sie bei Meisterkursen bei Dorothee Mields, Sibylla Rubens und Jonas Kaufmann. Während ihres Studiums erhielt sie das Deutschlandstipendium und  Zuwendungen von  der Wölfel-Stiftung sowie der Franz-und-Christel-Kuhlmann-Stiftung. Ferner war Freya 2018 Stipendiatin des Bachfestes Tübingen. 

Thomas Kiechle

absolvierte in Rom ein Erasmusstudium am Conservatorio di St. Cecilia bei Maestro Amelia Felle. Anschließend begann er ein Master-Studium Konzertgesang an der Hochschule für Musik und Theater München in der Klasse von Prof. Andreas Schmidt. Er ist Stipendiat der Fritz-Wunderlich-Gesellschaft, der Helene-Rosenberg-Stiftung und Yehudi Menuhin Live Music Now München. Bühnenerfahrung sammelte er auf Schloss Weikersheim und an der Kammeroper München. Im Dezember 2018 wirkte er aktiv mit bei einem Meisterkurs mit Jonas Kaufmann. 2018 debütierte er an der Bayerischen Staatsoper im Projekt Geliebt, gehasst und trotzdem treu mit der Fräulein Wunder AG. 

Niklas Mallmann 

ist Preisträger beim PodiumJungerGesangsSolisten 2017 in Magdeburg. Der Bassbariton begann seine musikalische Ausbildung beim Tölzer Knabenchor. Er trat an diversen Opernhäusern unter namhaften Dirigenten wie Claudio Abbado, Sigiswald Kuijken oder James Levine etwa als Knabe (Die Zauberflöte) und Knappe (Parsifal) auf. Später sang er als Bassbariton im Männerchor des Tölzer Knabenchors wo er regelmäßig Solopartien übernahm, darunter die Partie des Lycon in Henry Maunders Martyrs oder die Baritonpartie in Cherubinis Requiem. Hierbei führten ihn Konzertreisen durch Europa, Amerika und Asien. Nach einem erfolgreich abgeschlossenen Bachelorstudium Maschinenwesen an der TU München wechselte er 2014 an die Hochschule für Musik & Theater München wo er seitdem bei Prof. Frieder Lang Gesang studiert. Am Staatstheater am Gärtnerplatz und an der Bayerischen Staatsoper übernahm er bereits kleine Partien. Seit Mai 2015 ist er in beiden Häusern Mitglied des Extrachores. Er ist regelmäßiger Gast des Isny-Oper Festivals wo er Partien wie Silvano (Un Ballo in Maschera) übernahm und das Festspielkonzert mit Dvoraks Biblischen Liedern eröffnete. Beim Festival Rota das Artes 2016 debütierte er als Papageno (Die Zauberflöte) in Lissabon. Für das  Label Naxos nahm er bereits mehrere CDs auf. 

Daniel Weiler

Er wurde in München geboren. Wien (Konzerthaus), München, Budapest (Philharmonie) und Verona sind Stationen seines solistischen Wirkens mit Orchestern wie dem Franz-Liszt-Kammerorchester, dem Münchner Bach-Chor oder dem Chamber Choir of Europe.

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