03.08.2018

von B° RB

Mayr in der Asamkirche

Festlicher Musiksommer mit Werken von Johann Simon Mayr & seinen Zeitgenossen. Am Sonntag, 05. August 2018, in der Asamkirche Maria de Victoria, 12 Uhr

Sopranistin Dorota Szczepánska

Sensationelle Uraufführung einer noch unbekannten großen Simon Mayr Messe. Jahrelange Rekonstruktion der Mayr’schen Handschrift geglückt. 

Erstmalig stellt der Simon-Mayr-Chor in Eigenregie ein Festival mit Werken von Johann Simon Mayr (1763–1845) und seinen Zeitgenossen im Sommer 2018 auf die Beine.

Bislang hatte sich niemand mit dem Spätwerk des Komponisten befasst. Grund liegt wohl vor allem in den Schwierigkeiten, die autographen Vorlagen zu lesen und in eine moderne Notation zu übertragen.

Die Messa Es-Dur komponierte Mayr 1843, zwei Jahre vor seinem Tod.

Da Mayr 1842 sich einer - misslungenen - Augenoperation unterzogen hatte und offenbar fast blind war, ließ er sich überdimensionales Notenpapier anfertigen, um weiter komponieren zu können. Bei der 1843 entstandenen Messe legte Mayr jeweils zwei riesige Folianten übereinander, in den einen trug er die Stimmen der Streicher und Sänger, in den anderen die Blasinstrumente ein. 

Der Mayr-Forscher John Allitt spricht gar von zwei Fassungen, er erkannte nicht die eher unübliche Aufteilung. Mayr komponierte hier offenbar ohne Skizzen, so dass die Notenbände Entwurf und letzte Fassung gleichzeitig enthalten, viele Streichungen aufweisen und nur mit großer Mühe und Geduld zu entziffern sind. 

Ob das Werk seinerzeit tatsächlich erklungen ist, ist eher unwahrscheinlich. Jedenfalls ist das kirchenmusikalische Spätwerk Mayrs in unserer Zeit nie diskutiert oder praktisch aufgeführt worden. 

Der Münchner Musikwissenschaftler Prof. Claus Bockmaier spricht in seinem Beitrag zum Programm von einem späten "Gipfelwerk in der langen Gattungsgeschichte der „messa concertata“ zugänglich gemacht, das weitere aktuelle Einstudierungen ebenso verdient wie eine noch tiefergehende Erforschung seiner kompositorischen Struktur."

Mayr war stets bemüht, die besten Sänger Italiens für die Aufführung seiner Werke zu gewinnen – diese Verpflichtung hat auch den Simon-Mayr-Chor angespornt das wiederentdeckte Werk in Mayr’s Sinn aufzuführen:

Dorota Szczepánska, Sopran, singt Händels Semele unter Howard Arman, Moderne mit dem London Symphony Orchestra und gastiert an der Nationaloper Warschau. Johanna Krödel, Alt, Markus Schäfer, Tenor und Daniel Ochoa, Bass. Der Simon-Mayr-Chor und das Concerto de Bassus auf authentischen Instrumenten werden von Franz Hauk geleitet. Theona Gubba-Chkheidze übernimmt den solistischen Geigenpart und ist die Konzertmeisterin der Aufführung.

Die Schirmherrschaft dieses überregionalen Festivals hat die Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, Prof. Dr. med. Marion Kiechle, übernommen. Sie wünscht allen Konzertbesuchern beeindruckende Konzerterlebnisse sowie viele schöne musikalische Momente.

Eintrittskarten sind an der Tageskasse ab 11:00 Uhr erhältlich. Bereits vorab sind Karten mit festen Sitzplätzen zuzüglich Vorverkaufsgebühr unter www.mayr-sommer.de oder bei allen Ticket-Regional-Vorverkaufsstellen (Konzerttitel: „MAYR IN DER ASAMKIRCHE“) wie der Tourist-Information am Hauptbahnhof Ingolstadt, dem Ticket-Service im Westpark oder allen Donaukurier Geschäftsstellen. 

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