Luitpoldpark in Ingolstadt

Luitpoldpark in Ingolstadt

Der Luitpoldpark entstand mit Hilfe des Verschönerungsvereins und dem Ingolstädter Architekten und Künstler Wilhelm Donaubauer im Jahr 1905. Der erste Bürgerpark in Ingolstadt erstreckt sich über 700 Metern zwischen der Donau und dem Stadtteil Haunwöhr. Er hat eine Fläche von etwa 20 Hektar. In der Zeit seiner Entstehung wurden in ganz Deutschland Volks- und Bürgerparks angelegt, so auch der Ingolstädter. Den Namen hat der Luitpoldpark, wie auch zahlreiche andere in Bayern, von dem damaligen bayerischen Prinzregenten Luitpold. In der Zeit vor dem 2. Weltkrieg gab es ein wunderschönes Café sowie einen Pavillon, der jeden Sonntag für Konzerte genutzt wurde.

Während der Bombenagriffe im Jahr 1945 wurden sowohl der Pavillon wie auch das Café zerbombt, weil der Luitpoldpark zum einen um den „Roten Turm“ der Fronte Gumppenberg angelegt wurde. Zum anderen verlief die Eisenbahnstrecke der Donautalbahn, von Regensburg nach Ulm, südlich des Luitpoldparks. Bis zum Jahr 1998 konnte sich der Park weitgehend ungestört entwickeln, erst als die dritte Donaubrücke gebaut wurde kam ein neuer Einschnitt. Die südliche Auffahrt zur Brücke verläuft durch die Zentrale Achse des Parks und teilte ihn in zwei Hälften. Da dies keine Lösung sein konnte wurde eine Grünbrücke als verbindendes Element geschaffen.  

Der Grünraum des Luitpoldpark ist ein beliebtes Ziel der Ingolstädter. Durch seine Nähe zu dem angrenzenden Wohngebiet toben zahlreiche Kinder im Bereich des Spielplatzes, der Tischtennisplatten und des Fußballfeldes. Zudem ist er Teil der Strecke des Ingolstädter Halbmarathons. Im Park selbst finden Sie alte Baumriesen von Rotbuchen, Linden und Ahorn. Diese bieten Lebensraum für viele Säugetierarten wie dem Siebenschläfer, den Hermelinen, dem Eichhörnchen und zahlreichen Vögeln. Ein eigens angelegter Biotop-Erlebnispfad führt durch den Park und gibt Ihnen Informationen zu den vorhandenen Tier- und Pflanzenarten.

Der Luitpoldpark beheimatet seit den 20er Jahren ein Kriegerdenkmal, im weiteren Verlauf der Geschichte folgten noch weitere. Ein Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus, das aus neun blauen Stehlen besteht. Dem Denkmal für die gefallen Soldaten des ersten und zweiten Weltkrieges, in Form von 20 Liegesteinen. Der Gedenkstein für die Vertriebenen aus Niemes. Zwei Löwen aus Stein gehauen als Brigadendenkmal für den ehemaligen Kavalier Specht.

virtueller Rundgang durch den Luitpoldpark

Rundgang im Luitpoldpark

Erleben Sie den Luitpoldpark mit unseren 360° Panorama-Bildern. Eine beeindruckende Möglichkeit, um virtuell den Auwaldsee zu erkunden. In unserem Stadtrundgang finden Sie noch zahlreiche Panoramen, um Ingolstadt kennenzulernen.

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