Die Landesuniversität in Ingolstadt von 1472 bis 1800

Die Landesuniversität in Ingolstadt von 1472 bis 1800

Im Jahr 1459 stimmte Papst Pius dem Herzog Ludwig der Reiche zu, in Ingolstadt die erste bayerische Universität zu gründen. Die Hohe Schule wurde zum Hauptgebäude der Universität Ingolstadt, welches nicht sehr lange ausreichte, da zu Spitzenzeiten über 1.000 Studenten eingeschrieben waren. Unter anderem kam im Jahr 1736 die Alte Anatomie für den medizinischen Bereich hinzu. Die Landesuniversität unterrichtete in den Fakultäten Theologie, Rechtswissenschaften, Naturwissenschaften und Philosophie. Zu den berühmtesten Studenten der Uni gehörten Kaiser Ferdinand II. und Kurfürst Maximilian I. von Bayern.

Die Ingolstädter Universität stellte mit dem Theologen Prof. Johannes Eck den schärfsten Widersacher der Reformation durch Martin Luther und wurde so zu einem der Zentren der Widerstandsbewegung. Nach dessen Tod übernahm der Orden der Jesuiten die Führung der katholischen Universität. Aus dieser Zeit stammt, auch der Gründer der sagenumwobenen Illuminaten, Adam Weishaupt, der auch Professor an der Uni war.
Im Jahr 1800 zog auf Grund der französischen Bedrohung die Landesuniversität für 26 Jahre nach Landshut und danach weiter nach München. Bis heute befindet sich die Universität in München und ist unter dem Namen Ludwig-Maximilian-Universität München (kurz: LMU) bekannt.

Auch der berühmte Roman „Frankenstein“ von Mary Shelley spielt an der Universität Ingolstadt und beschreibt die Geschichte des jungen Schweizer Viktor Frankenstein, der einen künstlichen Menschen erschuf. Um einen Einblick in die Geschichte von Mary Shelley zu bekommen sollten Sie unbedingt die „Dr. Franksteins Mystery Tour“ besuchen. Ein unvergessliches Erlebnis mit Schocker-Garantie. Ein Muss für den Ingolstadt-Besucher.

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