Kreuztor in Ingolstadt

Kreuztor in Ingolstadt

Das Ingolstädter Kreuztor wurde in der Zeit gebaut, als Ingolstadt bayerische Landesfestung war. Das war im 14./15. Jahrhundert als der zweite Ring um die Stadt zur Verteidigung Ingolstadts entstanden ist. Aus dieser Zeit stammt übrigens auch der Begriff Schanz für Ingolstadt, da sich die Ingolstädter hinter ihren sicheren Mauern verschanzen konnten. Laut einer Schrifttafel wurde der erste Grundstein für das Kreuztor im Jahr 1385 gelegt.

Das malerische Kreuztor steht auf einem quadratischen Fundament und wird von vier Ecktürmen umringt. Dahinter erhebt sich ein mächtiger achteckiger Turm der eine gute Aussicht auf die herannahenden Feinde bot. Das Stadttor besticht mit seiner Schlichtheit, jedoch wird vermutet, dass es zu seiner Bauzeit noch verputzt war. Sonst hätte schließlich jeder anrückende Feind erkennen können, wo sich die Schwachstellen des Kreuztores befinden.

Das Kreuztor verdankt seinen Namen einem Aussätzigenhaus. An dieses Haus war nämlich die Kirche zum Heiligen Kreuz angeschlossen, sie lag früher im westlichen Teil der Stadt, musste aber auf Grund der Errichtung eines massiven Bollwerks weichen. Zu seiner Ursprungszeit gab es um den 2. Ring der Befestigung von Ingolstadt noch einen Wassergraben, deshalb hatte das Kreuztor auch noch eine Zugbrücke um über den Graben zu gelangen. Erst in den Jahren 1929 und 1930 wurden die beiden seitlichen Fußgängerwege durch die Stadtmauer gebrochen.

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