Herzogskasten in Ingolstadt

Herzogskasten in Ingolstadt

Der Herzogskasten ist das älteste noch erhaltene nicht-kirchliche Gebäude der Stadt Ingolstadt. Er stammt aus der Zeit um 1255 und wurde im Auftrag Ludwig des Strengen erbaut. Auch die erste Umwallung der Stadt wurde in diesem Zeitraum errichtet, so verwundert es nicht, dass das Baumaterial für das acht stöckige Gebäude aus Bruch- und Backsteinen besteht. Im Gegensatz zu den Herzogskästen in Abendsberg und Kelheim wurde der Ingolstädter nicht als Kornspeicher genutzt. Er diente bis zum 15. Jahrhundert den Herzögen als Residenz bis das Neue Schloss fertig gestellt wurde. Der Umbau zum Getreidespeicher erfolgte erst am Ende des 17. Jahrhunderts.

Seit 1981 befindet sich im renovierten Herzogskasten die Stadtbücherei Ingolstadt, die nach ihrer bekanntesten Schriftstellerin Marieluise Fleißer bennant wurde. Der Herzogskasten wird aber nicht nur als Bibliothek genutzt, das Stadttheater Ingolstadt hat in dem Gebäude ein Studio eingerichtet. Oft bietet das Gebäude zwischen Reitbahn, Viktualienmarkt und Stadttheater eine historische Kulisse für den Wochenmarkt, Christkindlsmarkt und andere Veranstaltungen. Der Herzogskasten ist von der Fußgängerzone aus in ein paar Schritten bequem zu erreichen.

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