Stadtmuseum in Ingolstadt

Stadtmuseum in Ingolstadt

Ingolstadts Stadtmuseum ist weit mehr als nur ein Heimatmuseum! Hier finden Sie die Zeitgeschichte von Ingolstadt, begonnen mit der Steinzeit bis hin ins letzte Jahrhundert. Ingolstadt hat einfach mehr als nur die Industrie zu bieten.
Das Museum existiert theoretisch schon seit 1905 jedoch dauerte es Jahrzehnte bis es die Räumlichkeiten des Kavalier Hepp beziehen konnte. Anfangs noch in der Hohen Schule, von 1923 bis 1965 im Neuen Schloss. In der Zeit von 1965 bis 1981 konnten die zahlreichen Exponate nur in einem Notquartier untergebracht werden. Erst als 1981 das Kavalier Hepp fertig restauriert und kernsaniert war, konnte das Museum seine heutigen 32 Räume beziehen. Das Kavalier Hepp ist ein Teil der Landesfestung Ingolstadt, hier sind auch noch das Stadtarchiv und die wissenschaftliche Bibliothek zu Hause.


Unser Stadtmuseum bietet ein äußerst breites geschichtliches Spektrum an Exponaten. Angefangen in der Steinzeit, bis hin zu den Funden in der Keltenstadt Manching. Einer der bedeutenden Funde ist das Bernstein-Collier aus der Bronzezeit, das bei Bauarbeiten der AUDI AG gefunden wurde. Das Collier besteht aus etwa 2700 Bernsteinperlen und muss einen langen Weg zurückgelegt haben, bis es in Ingolstadt angekommen ist. Jedoch beschränkt sich das Museum nicht nur auf diese archäologischen Funde, sondern zeigt auch Fundstücke aus dem frühen Mittelalter bis hin zur bürgerlichen Kultur im 15. und 16. Jahrhundert. Als bedeutendste Ausstellungstücke gelten des Bernstein-Collier und der Schimmel des Schwedenkönigs Gustav Adolf, als Siegestrophäe des 30jährigen Krieges. Das Museum zeigt Ihnen auch noch ein Stadtmodell aus dem Jahre 1572 das für damalige Verhältnisse mit beeindruckender Liebe zum Detail erschaffen wurde. Absolut sehenswert.


Das Ingolstädter Stadtmuseum präsentiert Ihnen noch viele weitere geschichtliche Highlights rund um Ingolstadt. Aus der Zeit der Jesuiten, der Universität, der Festung und der bürgerlichen Zeit. Viele Fotos und Zeichnungen ergänzen diese historischen Sammlungen. Das Museum ist bis heute noch am expandieren.


1992 Erweiterung um die Handwerksabteilung

Die Abteilung „Vom Handwerk zur Industrie“ zeigt Ihnen vor allem Werkzeuge und außergewöhnliche Produkte aus der Renaissancezeit und dem 19. Jahrhundert. Auch die ersten industriellen Maschinen werden hier vorgestellt.


1995 Bauerngerätemuseum
Das Bauerngerätemuseum ist baulich vom Stadtmuseum getrennt gilt aber doch als Teil des Museum. Das Museum der Bauerngeräte ist in drei Abteilungen unterteilt. Die Abteilung Ackerbau zeigt Ihnen die Veränderung der Landwirtschaft im Zuge der „agrarische Revolution“, wie es den Bauern gelang die Erträge zu erhöhen um die „hungrigen Zeiten“ zu beenden.  Die Abteilung Viehzucht ist in einem ehemaligen Kuhstall beheimatet. Blicken Sie in die tägliche Arbeit, die meist die Frauen der Bauern erledigen mussten. Von der Stallarbeit bis hin zur Pflege der Tiere. Die Abteilung Transport führt Sie in die frühe Zeit, als die Bauern noch für das Transportieren von Waren gebraucht wurden. Sie waren schließlich die Einzigen die Erfahrung mit dem Transport großer Mengen hatten, wie Futter, Saat oder auch der Ernte. So wurden die Landwirte ob sie wollten oder nicht zu den ersten Transportunternehmen.
 
1998 Spielzeugmuseum
Das Spielzeugmuseum im Kavalier Hepp ist nach dem Motto „Kindermuseum – Museum zum Mitmachen“ aufgebaut. Es zeigt Ihnen Spielzeug von 1900 bis heute, wie Dampfmaschinen die Nachbildungen ihrer großen Originale sind. Puppenküchen der Firma Märklin, die die Mädchen auf die künftige Rolle als Frau vorbereiten sollen. Autos und Motorräder aus Blech, sowie eine Modelleisenbahn aus den 30er Jahren. Lassen Sie sich überraschen, welche Marionetten, Puppen und anderes Spielzeug alles ausgestellt ist.


2000 Dokumentationsstätte Marieluise Fleißer
Marieluise Fleißer verbrachte 60 ihrer 72 Lebensjahre in Ingolstadt. Sie wurde bekannt mit dem Theaterstück „Pioniere in Ingolstadt“, dieses Stück hat einen legendären Theaterskandal in der Weimarer Republik ausgelöst. Bertolt Brecht hat bei der Urauführung in Berlin in die Regie eingegriffen und somit das Stück stark verschärft und ihm eine politische Note gegeben. Marieluise Fleißer wurde ein vorübergehendes Schreibverbot auferlegt. Erst nach dem 2. Weltkrieg begann sie wieder mit dem Schreiben von Erzählungen und Theaterstücken, sie wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet auch das umstrittene Stück „Pioniere in Ingolstadt“ wurde nochmals in seiner Originalversion aufgeführt.
Besuchen Sie das Haus in dem Marieluise Fleißer geboren wurde und auch lange Zeit ihres Lebens gewohnt hat: Das Fleißerhaus.

Das Stadtmuseum Ingolstadt bietet im Rahmen der Museumspädagogik ein buntes Programm für Vorschulkinder bis hin zu den Teenagern. Hier können  Sie das Museum erleben und werden durch die Räumlichkeiten geführt. Sie können zwischen den verschiedensten Führungen wählen.


Auch für die Junggebliebenen hat das Stadtmuseum was im Angebot, den MUKAKU! Wechselnde Themenführungen durch das Museum mit einer anschließenden Verköstigung von Kaffee und Kuchen, für einen Unkostenbeitrag von 5,5o €.  (MUKAKU = MUseum + KAffee + KUchen)

Öffnungszeiten

Dienstag bis Freitag: 9.00 – 17.00 Uhr
Samstag/Sonntag: 10.00 – 17.00 Uhr
Montag geschlossen

Eintrittspreise

Museum ohne Sonderausstellung

Erwachsene 3,00 Euro
Ermäßigt 1,50 Euro

Museum mit Sonderausstellung

Erwachsene 4,00 Euro
Ermäßigt 2,00 Euro

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